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Tim Keding

Nur ein weiteres privates Blog zum Thema Online-Marketing, Grün­der­sze­ne und digitales Leben

Seit Jah­ren be­schäf­ti­ge ich mich lei­den­schaft­lich mit dem E-Business und bin im­mer wie­der aufs neue von den un­end­li­chen Mög­lich­kei­ten des di­gi­ta­len Zeit­al­ters fas­zi­niert. Ich be­rich­te zu The­men mei­nes täg­li­chen Le­bens als di­gi­tal Na­tive, bün­del hier ei­ni­ge mei­ner In­ter­net-Pro­fi­le und in­for­mie­re über mei­ne ak­tu­el­len Pro­jek­te.

 

Archiv für die Kategorie „SEO“

„Gott gibt, Gott nimmt.“ – Google Suggest auch!

Montag, 22. Juni 2009

Die Macht von Google und die damit verbundene Abhängigkeit Dritter ist hinlänglich bekannt. Auch immer mehr StartUps hängen am Tropf von Google. Eine kleine Änderung im Algorithmus oder ein neues Feature und schon können Besucherzahlen massiv steigen oder fallen und damit auch die Träume der StartUp-Macher wahr werden lassen oder sie zum Platzen bringen.

Ein gutes Beispiel dafür bildet die Ende März eingeführte Google Suggest Funktion. Wer auf Googles Startseite seinen Suchbegriff eingibt, erhält seitdem Suchvorschläge von Google selbst. Tests zeigen, dass 80 Prozent der Google Nutzer einen der Vorschläge klicken. Das hat zum Teil massive Auswirkungen auf die bisherigen Suchvolumen!

Ein Vergleich der beiden Keywords Jobbörse und Jobs dient als Beispiel. Wer Jo in den Suchschlitz eingibt bekommt als ersten Vorschlag das Wort Jobbörse zu sehen. Das Keyword Jobs folgt erst auf Platz 6, während Job abgeschlagen auf Platz 9 liegt.
google_suggest
Die Auswirkungen auf das Suchvolumen werden in Google Trends gut sichtbar.
joboerse_job
Das Keyword Tool zeigt jetzt für das Wort Jobbörse ein exaktes Suchvolumen von 368.000 an. Während es vor ein paar Monaten noch bei knapp über 160.000 lag. Jetzt gilt es noch zu berücksichtigen, dass Google Suggest bisher nur auf der Startseite implementiert wurde. Sobald aber Google.de dem amerikanischen Bruder folgt und alle Suchseiten mit dem neuen Feature ausstattet, werden die Auswirkungen noch deutlicher. Die Frage ist jedoch, warum schlägt Google das Keyword Jobbörse vor? Sowohl das Wort Jobs als auch Job haben jeweils viel mehr Suchergebnisse.

Das obige Beispiel macht deutlich, wie massiv die Auswirkungen auf einzelne Unternehmen sein können, wenn sie auf bestimmte Keywords optimieren. In diesem Fall kann sich jeder freuen, der auf Jobbörse optimiert hat. Andere Beispiele zeigen sogar noch massivere Auswirkungen, weil Google auch ganze Domains vorschlägt.

Google hat mit der Einführung von Suggest erneut bewiesen wie abhängig viele StartUps von den Änderungen der Google Suche sind. Eines ist klar: Bei vielen StartUps entscheidet Google indirekt über Erfolg bzw. Misserfolg mit.

Alle die über die Einführung von Google Suggest wirklich nicht lachen können, weil nur Mitbewerber bevorzugt werden, sollten mal ein Blick auf folgende Google Vorschläge werfen. Jeder der Google Analytics nutzt und die Auswirkungen von Google Suggest am eigenen Traffic sehen möchte, dem steht hier eine Anleitung zur Verfügung.

Professionelle SEO-Tools für StartUps – aber welches?

Samstag, 13. Juni 2009

Seo Tools für StartUpsDas SEO immer mehr von seinem Mysterium verliert und in immer mehr Unternehmen Einzug erhält ist überall nachzulesen. Auch immer mehr StartUps setzten konsequent auf SEO als Traffic Generator – kein Wunder, die Zeit der Schweinedeals mit großen Trafficpartnern ist vorbei, weil deren Gründer längst nicht mehr im Unternehmen sind. So gilt SEO in vielen StartUps als das neue Zugpferd, um langfristig kostengünstigen Traffic zu generieren. SEO ist zur Managementaufgabe mutiert und wird in vielen StartUps von einem der Gründer selbst vorangetrieben.

Als StartUp mit Fokus auf SEO kommt man sehr schnell an einen Punkt, an dem die kostenlosen SEO-Tools, wie linkdiagnosis, linkvendor und Co. nicht mehr ausreichen.
Leider sitzt das Geld in den StartUps nicht mehr so locker wie noch vor ein paar Monaten und es muss gut überlegt sein, für welches SEO-Tool das Investorengeld ausgegeben wird. Unglücklicherweise machen die vielen professionellen SEO-Tools mit ihren unterschiedlichen Features und Preisstrukturen die Entscheidung nicht einfach.

Ich habe mir in den letzten Wochen Testaccounts zu den wichtigsten SEO-Tools besorgt und möchte meinen Eindruck auf StartUp-Tauglichkeit darlegen. Folgende Tools habe ich unter die Lupe genommen: SEOlytics, Searchmetrics, Sistrix, SEOmoz und Majestic SEO

Die schlechte Nachricht gleich vorweg: Kein Tool vereinigt alle Funktionen in einem!

Die beiden umfangreichsten Tools sind mit Sicherheit Searchmetrics und SEOlytics. Mit über 1.000€ monatlich (abhängig von der Version bzw. Funktionsumfang) aber auch mit Abstand am teuersten. Die beiden Highend-Tools nehmen sich nicht viel und sind vom Funktionsumfang ähnlich. Sind erst mal alle Links erkannt, können zahlreiche Rankings und Analysen ausgewertet werden. Leider hat es bei beiden Tools lange gedauert bis überhaupt eine nennenswerte Anzahl an Backlinks erkannt wurde. Ein klarer Nachteil der beiden Tools gegenüber der Sistrix Toolbox ist das Monitoring der Rankings. Dieses funktioniert bei den Tools erst ab dem Zeitpunkt der Softwarenutzung bzw. nur wenige Monate in die Vergangenheit. Sistrix hingegen gibt einen guten Eindruck über die Rankings der Vergangenheit. Für mich eine sehr wichtige Funktion und daher fast unverständlich, dass sie fehlt. Die Sistrix Toolbox ist in vier verschiedene Module gegliedert und kann je nach Nutzungsbedarf ergänzt werden. Jedes Modul kostet 100€ monatlich, die komplette Box 350€.

Um das Chaos nun komplett zu machen, gilt es auch noch auf zwei andere Tools hinzuweisen. Majestic Seo und die Tools von SEOmoz. In meinen Augen wird das Majestic SEO Tool von vielen unterschätzt. Vielleicht liegt es an der grafischen Aufbereitung, die wirklich zu wünschen übrig lässt. Die Funktionen jedoch sind mehr als umfangreich und für sehr faires Geld zu erhalten (wenige Pfund pro Domain im Jahr). Die Reports und Analysen für die eigenen Seiten sind sogar völlig kostenlos. Oft wird man von der schieren Menge der Daten erschlagen, aber wer sich ein wenig mit dem Tool beschäftigt, wird es bald nicht mehr missen wollen.

Der Blick über den großen Teich auf die SEOmoz Tools lohnt sich. Neben einer Menge hilfreicher Tools, die u. a. auch Aussagen über den Trust einer Domain machen, gibt es hier jede Menge SEO Tipps. So kann hier, neben sehr ausführlichen PDFs, dass SEO Know-How durch eine Vielzahl an Videos erweitert werden. Den Account gibt es bereits ab 79 Dollar pro Monat.

Allen StartUps, die noch nicht das große Geld für Searchmetrics oder SEOlytics ausgeben können oder wollen, empfehle ich die Nutzung einiger Module aus der Sistrix Toolbox (abhängig von den Anforderungen), einen Account bei SEOmoz und auf jeden Fall Majestic SEO. So liegen die Kosten zwischen 200€ und 450€ monatlich.
Wer mehr über einige der obigen Tools erfahren möchte, sollte mal einen Blick in die Februar bzw. Mai-Ausgabe vom Suchradar werfen.


UPDATE: Nichts ist älter als die Zeitung von Gestern. Searchmetrics hat wohl auf den Markteintritt von SEOlytics reagiert und die Preisstrukturen geändert. Es gibt jetzt eine Einsteigerversion ab 398€. Damit können drei Domains unter die Lupe genommen werden mit insgesamt 100 Keywords. Es kommt also endlich Bewegung in den Markt für SEO Tools – Konkurrenz belebt das Geschäft!